Posts mit dem Label einfrieren werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label einfrieren werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 28. Januar 2015

44 Tricks und Kniffe unter der Lupe: Eis


Teil elf aus der Reihe "44 tolle Tricks und Kniffe von den Profis in den Küchen"  aus der Süddeutschen Zeitung. Für manche wohl ein Off-Season-Topic, ich mag Eis jedoch zu jeder Jahreszeit.



41. Claudia Wu, Cherry Bombe Magazine

Wenn ich selbst Eis mache, gebe ich immer etwas Wodka dazu (oder Alkohol, der zum jeweiligen Aroma passt). Dann friert das Eis nicht gleich steinhart.

Ja eh. Wodka gefriert bei -24°C, ein Gefrierschrank erreicht üblicherweise nur -18°C, er wird also höchstens etwas zähflüssig. Bei der Herstellung von Speiseeis mit einer Eismaschine sollte das Ergebnis jedoch immer von cremiger Konsistenz sein, oder? Ein gutes Rezept voraus gesetzt natürlich.

Und hier noch eine Anleitung des CrazyRussianHacker wie man sehr kostengünstig Eis per Hand herstellen kann :)


Mittwoch, 8. Oktober 2014

Klare Eiswürfel herstellen mit abgekochtem Wasser

Bei vielen Tipps und Tricks, auf die man im Internet so stößt, frage ich mich immer wieder, ob das denn wirklich funktioniert oder ob der Autor das selbst nur irgendwo gelesen oder gehört hat. Es kommt so gut wie nie vor, dass jemand schreibt, hey, das habe ich ausprobiert, das funktioniert!

Ich probiere also, ob man mit abgekochtem Wasser klare oder zumindest klarere Eiswürfel herstellen kann, als mit Wasser direkt aus der Leitung. Dazu gibt es immerhin zig Tausend Treffer auf Google.

Versuchsanordnung:

Ein Eiswürfelbehälter wird zur Hälfte mit (Wiener) Leitungswasser gefüllt und zur Hälfte mit heißem Wasser, das in einem Wasserkocher aufgekocht wurde.

H0: Es gibt keinen sichtbaren Unterschied
H1: Eiswürfel aus abgekochtem Wasser sind weniger trüb als mit Leitungswasser hergestellt


Das kalte Leitungswasser befindet sich schon in den 9 Eiswürfelmulden rechts:



Links leere ich in die anderen 9 Mulden direkt aus dem Wasserkocher heißes Wasser hinein:



Da ich auch in einem Forum gelesen habe, dass man das abgekochte Wasser auskühlen lassen soll bevor man es einfriert, habe ich zusätzlich einen anderen Eiswürfelbehälter mit Wasser aus dem Wasserkocher gefüllt und noch eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur abkühlen lassen, bevor ich ihn in den Tiefkühler verfrachtet habe.



Am nächsten Tag (ziemlich genau nach 24 Stunden) nehme ich die Eiswürfelbehälter aus dem Tiefkühler und unterziehe sie einer genauen Prüfung.

Ein Unterschied ist zwar zu erkennen, von einem klaren Eiswürfel kann aber keine Rede sein:

links abgekocht, rechts normal

Auch die andere Methode (abgekochtes Wasser ausgekühlt) bringt nicht das erwünschte Ergebnis:

abgekocht

normal

Im Glas sieht man überhaupt keine Verbesserung durch das Abkochen:



Ist das jetzt alles Blödsinn, oder habe ich es einfach nur falsch gemacht? 

Ich lasse es nochmals auf einen Versuch ankommen und halte mich dabei so gut es geht an eine Anleitung von wikiHow (Methode Nr. 1). 

Ich verwende aber nach wie vor normales Leitungswasser, da es mir unsinnig erscheint, zu großen Aufwand zu betreiben - man soll das ja daheim einfach nachmachen können. 
Ich koche das Wasser einmal in einem Topf auf, leere es dann in einen anderen Topf um, lasse es auskühlen und koche es nochmals auf.  Danach leere ich es dann in meine Behälter, die ich davor auch sorgfältig mit heißem Wasser ausgespült habe. Danach decke ich die Eiswürfel mit Frischhaltefolie ab und stelle sie in den Gefrierschrank.

Am nächsten Tag nehme ich die Eiswürfel wieder aus dem Tiefkühler und breche sie aus der Form.



Ich betrachte einige der Eiswürfel genauer und muss feststellen, beim letzten Versuch waren sie schöner!


Im Glas ist wieder kein Unterschied zu normal hergestellten Eiswürfeln zu erkennen:



Nach drei Tagen sehe ich mein Experiment als gescheitert an. So einfach ist da alles nicht wie andere das beschreiben. Vielleicht wiederhole ich das ganze noch einmal mit destilliertem Wasser. 

Ich wäre dankbar für Vorschläge, wie ich doch noch ohne riesen Aufwand zu klaren Eiswürfeln komme! Hat das jemand zu Hause schon einmal geschafft?

Dienstag, 7. Oktober 2014

Lebensmittel einfrieren: Toastbrot - ein Käsetoastexperiment

Ich habe mir im Lauf der letzten Jahre angewöhnt mein Toastbrot sofort nach dem Kauf einzufrieren und nur selten frisch zu verwenden.
Weil ich Käsetoast liebe. Immer, zu jeder erdenklichen Uhrzeit. Deshalb brauche ich die Grundzutaten dafür (also Toastbrot, Käse und Ketchup) immer zu Hause - auch wenn ich es tagelang nicht in den Supermarkt schaffe. Und frisches Toastbrot schimmelt bei mir gerne nach ein paar Tagen, wird im Tiefkühler aber nie schlecht. (Käse kann man übrigens auch super einfrieren, allerdings wird er dann gern mal brüchig und bröselig.)

Immer wieder mache ich mir jedoch Gedanken darüber, ob ein Tiefkühltoast in Handhabung und Geschmack mit einem frischen mithalten kann.

Na dann mal einfach ausprobieren!

Versuchsanordnung:
  • je 2 Scheiben Toastbrot aus der selben Packung - einmal gefroren, einmal frisch
  • gleich viel vom selben Käse zwischen den Toastbrotscheiben
  • beide Toasts kommen gleichzeitig neben einander in den Plattentoaster
H0: Es gibt keinen erkennbaren Unterschied zwischen frischem und tiefgekühltem Toast
H1: Im Tiefkühltoast schmilzt der Käse nicht so gut
H2: Ein Tiefkühltoast ist nicht so weich und crunchy wie ein frischer
H3: Ein Tiefkühltoast braucht länger im Toaster


Die beiden Toasts neben einander (der frische immer links, der gefrorene rechts):


Und weil ich schon dabei bin, probiere ich auch gleich mal aus, ob außen mit Butter bestrichene Toasts merklich knuspriger und saftiger sind. Dazu bestreiche ich von jedem Toast eine Seite außen mit Butter.

Gefrorenes Toastbrot lässt sich auf jeden Fall leichter mit Butter bestreichen als frisches:


Achtung, fertig, los!


Die Toasts nach knapp 5 Minuten im Toaster (auf Stufe 5 von 6):


So sieht die unbestrichene Seite aus:


Fazit: Die H0 darf beibehalten werden, es gibt weder im Aussehen noch im Geschmack merkliche Unterschiede zwischen den beiden Toasts. Sie brauchen gleich lange, der Käse schmilzt in beiden genau gleich gut und in der Knusprigkeit gibt es auch keine Unterschiede.

Der einzige Unterschied der sich deutlich erkennen lässt: das Aufstreichen von Butter auf den Toast fällt beim gefrorenen deutlich leichter und der Toast sieht danach auch schöner aus. Das Bestreichen mit Butter möchte ich hier auch dringend empfehlen, da der Toast nicht nur schöner bräunt, sondern auch saftiger und geiler wird!


Ein anderer Vorteil von tiefgekühlten Toastbrotscheiben, den ich hier nicht unerwähnt lassen möchte: Sie eignen sich hervorragend, um daraus Crouton zu machen, weil sie beim zerschneiden nicht bröseln.