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Dienstag, 28. Oktober 2014

Knusprige Flakes und saftige Rosinen im Müsli

Dieses Müsli habe ich aus 7 Zutaten selbst zusammengestellt (die Cranberries kommen immer frisch dazu).

Heute habe ich endgültig beschlossen, meinen Blog um das Thema Lebensmittel zu erweitern.
Zu oft bin ich in letzter Zeit in Diskussionen verwickelt worden, die ich meine, auch hier in die Runde schmeißen zu müssen. Und außerdem habe ich mir gestern ein Buch gekauft, das ich an manchen Stellen hier wohl immer wieder erwähnen muss. Ich wusste natürlich im Vorhinein, dass der Inhalt teilweise ungustiös werden wird, aber dass es mich mit Banalitäten zum Staunen bringt, damit habe ich nicht gerechnet.

Ganz ehrlich, ich habe mir noch nie darüber Gedanken gemacht, warum Haferflocken, Weizenpops und Cornflakes im Müsli über Monate crunchy bleiben, während Rosinen und andere Trockenfrüchte immer weich und saftig sind. Die Flakes nehmen nichts von der Feuchtigkeit der Früchte auf, und die Früchte werden nicht trocken.

Bis ich es gelesen habe: Die Trockenfrüchte werden imprägniert.
Und das geht zum Beispiel so: Rosinen werden zunächst in eine warme Phosphorsäurelösung getaucht, um die Oberfläche für die Imprägnierung mit Glyzerin zu öffnen und danach werden sie in einem Spezialöl auf Kokosbasis versiegelt. Juhu, saftige Rosinen!

Ich will dieses Vorgehen gar nicht verteufeln, aber man könnte sich ruhig öfter darüber Gedanken machen, was an Technologie, Chemie und Design hinter den scheinbar einfachsten Lebensmitteln steckt.

Noch ein Beispiel?

Es sieht zwar appetitlich aus, ist aber total unnatürlich, dass in einer Fertig-Salatsauce die Kräuter gleichmäßig verteilt zwischen Boden und Oberfläche in der Sauce schwimmen, anstatt sich am Boden abzusetzen oder an die Oberfläche zu steigen. Schon mal darüber nachgedacht?

Das Buch heißt übrigens "Food-Design: Panschen erlaubt - Wie unsere Nahrung ihre Unschuld verliert" und ist von Udo Pollmer und Monika Niehauser.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Ein guter Blog beginnt mit umfassender Recherche Teil 2: Gesalzenes Wasser braucht länger bis es kocht

Heute habe ich auf Google das Schlagwort "Kochmythen" eingegeben und bin als erstes auf die Seite koch-welten.de gestoßen. Dort gibt es erfreulicherweise eine eigene Unterseite die sich nur mit Kochmythen auseinander setzt. Weniger erfreut hat mich, dass auch hier wieder nur 7 Themen behandelt werden und ich leider auch nichts lese das ich nicht schon kenne. Zumindest wird aber kein grober Unfug behauptet. Wie mir scheint, sind alle, oder zumindest der Großteil der Themen aus einem mir altbekannten Buch mit dem Titel "Kleines Lexikon der Küchenirrtümer", das ich selbst vor einigen Jahren mit großem Interesse verschlungen habe.
Ich werde auf dieses Buch sicher noch in einem anderen Post zurück kommen, da sich Ansichten dort mit Behauptungen in einem anderen meiner Bücher "Die letzten Geheimnisse der Kochkunst" oft und gerne widersprechen. (Dazu muss ich aber letztgenanntes Buch erst wieder finden.)

Zurück zu koch-welten.de: Gesalzenes Wasser braucht länger bis es kocht.
Stimmt. Es stimmt aber auch, dass der Salzgehalt im Wasser für die Kochdauer praktisch keinen Unterschied macht, weil es sich nur um Sekunden handelt. Nach wie vor ist das ein Streitthema zwischen mir und meinem Freund beim Kochen. Ich salze gerne gleich, damit ich es nicht vergesse und mache danach gleich einen Deckel auf den Topf, um Energie zu sparen (eine Leidenschaft die ich von meinem Vater vererbt bekommen habe). Am energiesparendsten und schnellsten geht es übrigens, wenn man das Wasser im Wasserkocher erhitzt und nicht am Elektroherd.

An dritte Stelle in der Trefferliste: arcor.de
Hier wird zumindest schon 12 verschiedenen Kochmythen auf den Grund gegangen. Die Themen sind zwar die Immerselben, aber immerhin. Ich bin jedoch auf der Suche nach mehr. Ich will keine Thesen und deren Widerlegungen die sich copy-past-mäßig im ganzen Netz verteilen. Ich will eine Beweis und keine Behauptung!

Da freue ich mich auf das Video an 7. Stelle in der Trefferliste! Ich erhoffe mir, dass hier mal wirklich ein sichtbarer Beweis gezeigt wird. Aber leider… Frank Rosin weiß auch nichts neues zu erzählen. Das erste Thema im Video behandelt das Waschen von Pilzen.
Na, und darf man jetzt Pilze waschen oder nicht? Vorhin habe ich eben gelesen, ja, darf man, jetzt sehe ich, nein, soll man nicht. Hm, was jetzt? Ganz einfach: Ich werde euch bald zeigen was mit Pilzen beim Braten passiert, wenn man sie vorher wäscht oder einfach nur trocken putzt!